mal was anderes: Genanalyse

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Delf
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mal was anderes: Genanalyse

Nov 2016 17 23:52

Beitragvon Delf » Donnerstag 17. November 2016, 23:52

Zufällig bekam ich vorhin mit, daß eine Frau, die früher bei der SPD war und dann zur AfD ging, das Thema "Genanalyse" erwähnte.

Weil ich das nur zufällig beim Durchschalten der Sender mitbekam, wollte ich wissen, was sie gemeint heben könnte, "googelte" und wurde fündig.

http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/nach-den-sexualmorden-was-eine-dna-analyse-kann-und-was-sie-darf--129935568.html

Das ist zweifelsfrei eine interessantes Thema und ich empfehle unbedingt auch die dortigen Kommentare zu lesen.

kurze Sachbeschreibung:
Es geht um 2 Morde. Bei einem wurde "Täter-DNA" gefunden, die aber in keiner Datenbank wiederzufinden ist. Technisch ist es anscheinend mittlerweile (anders als früher, als die entsprechende Gesetzgebung aufgrund evtl. eingeschränkter Zuverlässigkeit von Ergebnissen Einschränkungen machte) möglich, zuverlässige Ergebnisse auch über z.B. Augenfarbe und "Ethnie" aus der DNA zu erzielen.

Das würde (wenn es erlaubt wäre) ermöglichen, den Täterkreis einzuschränken und beispielsweise auch undefinierte Massengentests unnötig machen, weil man sich auf bestimmte Personen konzentrieren könnten.

Gegner einer entsprechenden Gesetzesänderung meinen, dadurch würde z.B. Rassismus gefördert, wenn z.B. als "Ethnie" Araber oder Afrikaner festgestellt würde. Außerdem wäre dann der Schritt nicht weit, auch andere (schützenswerte) Merkmale wie Krankheitsveranlagung etc. zu ermitteln.

Der Auffassung, der Rassismus würde dadurch gefördert, kann ich nicht folgen, denn wenn es sich beispielsweise um Europäer handelt, wären Menschen aus anderen Herkunftsgebieten dadurch von Vorverurteilungen entlastet. Andererseits sehe ich natürlich auch die Gefahr, daß die Grenze dann weiter überschritten würde und auch andere "interessante" Merkmale ermittlen würden. Dem könnte aber eindeutig entgegen gewirkt werden, indem eine absolute und als unveränderbar festgelegte Trennung zwischen offen erkennbaren und verborgenene Merkmalen erfolgt.

Augenfarbe, Körpergröße, Geschlecht, ethnische Herkunft etc. sind in der Regel eindeutige, optisch erkennbare Merkmale.

Allerdings bin ich der Auffassung, daß DNA-Tests ohnehin (wie auch Fingerabdrücke, Schuhabdrücke etc.) nie alleinige Beweismittel sein können. Wir alle wissen sicher noch von der als vermeintlichen Täterin, die bei sehr vielen DNA-Spuren "gefunden" wurde, obwohl die Ursache durch eine Laborantin verunreinigte Wattestäbchen waren.

Spuren (wie auch "Zeugenaussagen" und jedes andere "Beweismaterial") können auch falsch sein.

weitere Quellen:
http://community.beck.de/2016/11/17/freiburger-mordfaelle-keine-auswertung-von-dna-spuren-fuer-fahndungszwecke-moeglich
http://www.srf.ch/news/schweiz/verbrecher-jagd-mit-dna-forensiker-begruessen-vorstoss

Vielleicht äussern sich mal die paar wenigen Leser meiner kleinen Website, was sie vom Thema halten?
Man hat's nicht leicht - aber leicht hat's einen. :shock: :cry: :evil:

Wer nicht kämpft, hat schon verloren ? Hah ! Schon vergessen ? Wir leben in der "Bundesrepublick Deutschland" ! Hier hat man schon immer und grundsätzlich verloren, hat keine Freunde und Unterstützer und muß ganz alleine sehen, wie man selbst mit allem zurecht kommt ... :evil: :cry:

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